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Geistliches Wort

Januar 2022

Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Jahreslosung 2022, Joh 6,37b EÜ

Gott ist Gott, damit wir Menschen bleiben können. Salopp gesagt, ist das der Grundsatz der protestantischen Lehre, die sich an Martin Luther orientiert. Der Platz von Gott ist schon besetzt. Wir müssen nicht werden wie Gott, kein kleiner Gott der Welt sein. Wir müssen uns nur erlösen lassen. Nicht selbst erlösen wollen. Das ist Gottes Aufgabe; bzw. die seines Sohnes. Wir können Menschen bleiben, weil Gott Gott ist.

Eine höchste Macht über sich akzeptieren, ist vernünftig. Manche Politiker drücken das mit dem Satz „So wahr mir Gott helfe“ aus. Brautpaare sagen bei ihrer Trauung auch mal „Dazu helfe mir Gott“. Und Konfirmand*innen sprechen bei ihrem Konfirmationsversprechen „Ja, mit Gottes Hilfe.“

Gott soll helfen, gewiss. Aber vor allem anderen ist das ein Anerkenntnis dessen, dass wir unser Werk nicht aus eigenen Kräften schaffen können. Dass es noch eine Macht über uns gibt – die mitwirken muss, damit es gelingt. Oder damit sich selbst niemand zu viel vornimmt.

Jesus, so erzählt es der Evangelist Johannes, spricht als Christus, als Gottessohn. Niemand weist er ab, der zu ihm kommt. Niemand wird zu spät sein. Niemand wird draußen bleiben müssen, da wo Heulen und Zähneklappern ist. Gott wartet, er hat ein offenes Haus.

Und alle sind da. Die Alten und die Jungen, die Verschämten und die Stolzen, die Geplagten und die Faulen, die Mildtätigen und die Hartherzigen, die Frommen und die ungläubig Staunenden. Dürfen wirklich alle kommen – losgelöst von ihren Taten?

Ja, Gottes Güte ist groß. Christus hält die Tür offen. Er selbst ist die Tür, wie er einmal sagt. Bei ihm gibt es eine zweite, dritte, vierte,... Chance.

Kommen wir zu ihm, wird es besser. Kommen wir nämlich zu ihm, dann haben wir eines erkannt: Wir brauchen einen Erlöser. Wir sind nicht Gott. Wir dürfen Menschen bleiben. Das ist genug.

Einen gesegneten Jahresbeginn wünscht Ihnen
Pastor Meyer-Hansen