Geistliches Wort

September 2020

 

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat.  

Psalm 103, Vers 1b

 

In den Psalmen - dem Gebetbuch der Bibel - bringen Menschen vor Gott zur Sprache, was ihr Leben ausmacht: Erfahrungen von Glück und Segen, von Kummer und Leid, Gedanken von Zweifel und Vertrauen, Lob und Klage…

Hier, im 103. Psalm, sprudelt es geradezu über vor Dankbarkeit. Der Psalmbeter gibt sich selbst die Aufforderung: Er will nicht vergessen, Gott zu loben für das Gute in seinem Leben.

„Empfänger unbekannt“ – das gilt nicht für ihn. Er hat einen Adressaten für seine Dankbarkeit, er weiß, wem er das Gute in seinem Leben zu verdanken hat.

So sind wir gefragt: Wem danken wir? Und wofür?

Was macht unser Leben reich? Was beflügelt uns? Was gibt uns eine Ahnung davon, dass da EINER ist, der es gut mit uns meint?

Dankbarkeit weitet unseren Blick, lässt uns tiefer sehen. Sie ist die „Zwillingsschwester des Vertrauens“, so hat es einmal jemand gesagt. Und wer dankbar ist, der öffnet dem Glück Tor und Tür!

Wir wissen, in unserem Leben gibt es auch Zeiten, in denen wir Schweres zu ertragen und zu erleiden haben, es gibt Anlässe genug, um zu klagen und zu weinen. Aber – davon bin ich überzeugt – im Leben von uns Allen hat Gott auch viel Gutes ausgestreut.

Dieses Gute zu sehen, zu beachten und Gott dafür zu danken, das kann unser Leben reich machen.

Und es kann uns stark machen, auch in schwierigen Zeiten an Gott festzuhalten, IHN die Mitte unseres Lebens sein zu lassen.

Ich glaube, dann können auch wir vergnügt und zuversichtlich unseren Weg gehen.

Tage voller Dankbarkeit, Heiterkeit und Zuversicht wünscht Ihnen
Prädikantin Edelgard Jenner